Herzlich willkommen bei uns Abbeanern!
 - Die Schulleiterin Dr. E. Menzel - 

Vertretungsplan

Informationen

Der Elternbrief der Schulleiterin vom Februar 2017 ist hier zu finden.

Herzlichen Glückwunsch unseren Abiturienten zur Zulassung zum Abitur.

Viel Erfolg bei den Prüfungen!

Links

mint-ec Schulengel lo-net2
AbbeApp Get it on Google Play

Kalender

Studienvorbereitende MINT-Exkursion

Die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen haben an einem Tag im Mai das Schulhaus verlassen, um mit ihrem Kurs des naturwissenschaftlichen Fachs mit erhöhtem Anforderungsniveau (Physik, Chemie, Biologie) einen Unterrichtstag am anderen Ort zu erleben.

Die „Physiker“ waren zu Gast an der Hochschule Schmalkalden. Dort informierten sie sich bei einem Campus-Rundgang und im Audimax über die Studiengänge und Angebote der HS. Anschließend experimentierten sie unter dem Motto „Meine Zukunft MINT“ u.a. auf den Gebieten der Elektrotechnik/ Elektronik, Werkstoffkunde, Informatik, Optik und Mechanik. Es wurden beispielsweise Materialien bestimmt, Blinkerschaltungen aufgebaut, LED-Schaltungen gelötet, ein MINI-Motor gebastelt, aus Baugruppen ein kleiner PC gebaut, der auch funktionierte. Das Wirken von Belastungskräften konnte an einer Leonardo-Brücke getestet werden. Auf vorbereiteten Karten konnten die Schüler bei jedem Experiment prüfen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Einsatz kamen.

Nach einem studentischen Mittagessen in der Mensa wurde der Energiegarten besucht. Dort wird vorrangig mit Energiepflanzen experimentiert. Frau Merbach erklärte uns die Verbindung zum Fachbereich Maschinenbau: Energiepflanzen müssen bei großflächiger Nutzung maschinell geerntet und verarbeitet werden.
Die „Chemiker“ verließen an diesem Tag die für uns sichtbare Welt. Am
Pharmazeutischen Institut für Technologie und Biopharmazie arbeiteten sie im Nanobereich (10-9 m). Im Besonderen beschäftigte sich die Exkursion mit Liposomen; Moleküle, die eine Kugelform besitzen. Sie haben ein hydrophobes (wasserabstoßendes) und ein hydrophiles (fettanziehendes) Ende. In einer wässrigen Lösung, strebt der hydrophobe Teil danach, nicht mit der Lösung zu kollidieren, daher bilden viele Liposome eine Doppelschicht, bei der die hydrophilen Enden dann außen bzw. innen liegen. Diese Liposomen werden als Arzneimittel und in der Kosmetik genutzt.
Nach einem kurzen theoretischen Abriss, ging es auch schon zum Kern der Exkursion, dem Experimentieren. In vier Gruppen wurden jeweils drei Experimente durchgeführt. Im ersten Experiment stellten die Chemiker Liposomen her, deren Größe dann nach dem Mittag vermessen wurde.
Im zweiten Experiment drehte sich alles um die Herstellung von Nanopartikeln, hier wurden zwei Proben hergestellt, eine davon mit Curcumin, einem Farbstoff, der auch dem Currypulver seine Farbe gibt.
Im letzten Versuch stellten sie ein Liposomengel her, welches sehr gut bei trockenen Händen hilft, da die in dem Liposomengel enthaltenen Fettsäuren, die oberste Hautschicht schützen bzw. „reparieren“. Dieses Gel, selbst in Tuben eingefüllt, durfte dann mit nach Hause genommen werden.

Die „Biologen“ begaben sich bei Berka v.d.H. in den Nationalpark Hainich, um der Frage auf den Grund zu gehen, wie sich Sukzession auf ehemals forstwirtschaftlich genutzten Flächen innerhalb der Kernzone des Parks auswirkt.
Dieser Park gehört zu den größten unzerschnittenen Buchenwäldern Mitteleuropas und wurde daher in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Wissenschaftliche Institute wie das Max-Planck-Institut zählen dieses Freiluft-Experimentierlabor schon eine geraume Zeit zu ihrem Forschungsterritorium. Auch abseits des touristischen Baumkronenpfades gab es dort für die ökologische Fachexkursion viel zu entdecken.
Zwei Ranger führten uns durch die Flächen auf denen strenger Prozessschutz besteht, d.h. dort wird in das Ökosystem von den Naturschützern nur in den allergrößten Notfällen, z.B. bei zu starken Wildeingriffen von außen, regulierend eingegriffen. Ansonsten gilt die Regel: Natur Natur sein lassen. Die Schüler waren überrascht, dass dies auch bedeutete Waldbrände und die Verdrängung gewohnter Arten zu tolerieren und einen ausschließlich von der Natur definierten Grad der Artenvielfalt zu akzeptieren, also keinen aus Kulturlandschaften gewohnten Artenschutz zu betreiben. Die Artenvielfalt kann für den Großteil des Jahres unter dem im Hainich natürlichen Sukzessions-Klimaxstadium ‚Rotbuchen-Hochwald‘ auffällig gering sein, zumindest was die sichtbare Vegetation betrifft. Die Schüler erkannten den Einfluss eines dichteabhängigen Faktors am Beispiel des ‚falschen weißen Stängelbecherchens‘, einem Pilz der parasitisch überall in Thüringen auf Eschen lebt und den Beständen stark zusetzt. Stellt seine Lebensweise für Stadtbaumpopulationen ein Sicherheitsrisiko dar, so ist er im Nationalpark ein natürlicher Regulator der Eschenpopulation und ein Beispiel für den ‚Mosaik-Zyklus-Komplex‘: Das Nebeneinander früher und später Sukzessionsstadien in einem Ökosystem durch schwankende Faktoren, in diesem Fall ansteigenden parasitischen Einfluss.
Eigene Messungen abiotischer Faktoren, wie Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Lichtintensität und Windgeschwindigkeit ließen die Schüler interessante Unterschiede zwischen den Biotopen Waldrand und Offenfläche erkennen.
Trotz des für die Exkursionszwecke hinderlichen abiotischen Faktors ‚Niederschlag‘ ließen sich die Exkursionsteilnehmer nicht frühzeitig aus dem Biotop verdrängen und verließen mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen ausgestattet den Hainich, der auf dem besten Weg ist Deutschlands nächster Urwald zu werden.

  • CIMG6037 (1024x768)
  • CIMG6038 (1024x768)
  • CIMG6039 (1024x768)
  • CIMG6040 (1024x768)
  • CIMG6041 (1024x768)
  • CIMG6042 (1024x768)
  • CIMG6043 (1024x768)
  • CIMG6044 (1024x768)
  • CIMG6045 (1024x768)
  • CIMG6046 (1024x768)
  • CIMG6047 (1024x768)
  • CIMG6048 (1024x768)
  • CIMG6049 (1024x768)
  • CIMG6050 (1024x768)
  • CIMG6051 (1024x768)
  • CIMG6052 (1024x768)
  • CIMG6053 (1024x768)
  • CIMG6054 (1024x768)
  • CIMG6057 (1024x768)
  • CIMG6058 (1024x768)
  • CIMG6059 (1024x768)
  • CIMG6060 (1024x768)
  • CIMG6061 (1024x768)
  • CIMG6062 (1024x768)
  • IMG_20160524_095733 (1024x768)
  • IMG_20160524_122242 (768x1024)
  • Teufelskralle (1024x768)

Fachschaften Physik, Chemie, Biologie