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Gefahr des Wassers: Zehntklässler erleben Exkursion zum Hochwasserschutz

Es erscheint kontraintuitiv sich nach einem Dürresommer mit Hochwasserschutz zu beschäftigen.
Die Physik des Wassers und des Geländes sprechen aber dauerhaft eine deutliche Sprache: Eisenach hat eines der höchsten Hochwasser-Gefährdungspotenziale in Thüringen. Die Tallage und die Industriestandorte sind hier die Hauptverursacher.

Bevor es jedoch ans Wasser ging, wurden die Abbeaner der 10. Klassen von Herr und Frau Pehlke, Projektbetreuer der Eisenacher Hochwasserschutzmaßnahmen vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz auf den aktuellen Stand gebracht. Im Audimax-Hörsaal, der dankenswerter Weise von der Dualen Hochschule Gera-Eisenach zur Verfügung gestellt worden war, ging es dann um die Wissenschaft hinter der Flut: Starkregen, Abflussquerschnitte, Hochwasserstatistik, Klimawandel, naturnahe Flusslandschaften, die Einbeziehung der Anwohner, Ausgleichsmaßnahmen: es gab einiges zu verstehen für die Junggeographen.

Anschließend ging es dann ins Feld, in die Eisenacher und Stedtfelder Hörselaue, wo die Schüler erleben konnten, wie die vorher besprochenen Ziele aktuell in die Tat umgesetzt werden. 

Wo möglich erhöhen abschnittsweise Flussbettverbreiterungen, kurze Fischtreppen und Fischunterstände die Naturnähe der in den 90er-Jahren stark kanalisierten Hörsel. Der im Lehrplan der Klasse Zehn verankerte Themenkomplex der „vom Menschen beeinflussten Kulturlandschaft“ wurde durch diese Exkursion für die Schüler hautnah erlebbar und es bleibt das gute Gefühl, dass die Hörsel zukünftig nicht nur ein natürlicherer Fluss sein wird, sondern die Eisenacher Bürger und der Eisenacher Imobilienbestand dank vieler EU-Fördermillionen nun bis hin zu einem einem statistisch alle 100 Jahre auftretenden Hochwasser (HQ100) geschützt sind.

Die Geographielehrer der Klasse 10 des Ernst-Abbe-Gymnasiums

Fischer, Wiegand, Knoll